Wir über uns

DKP? Was ist das eigentlich?

Die DKP ist die Deutsche Kommunistische Partei. Sie wurde 1968 gegründet. Der aktuelle Sitz ist Essen.

Wir haben zur Zeit ca. 5.000 Mitglieder in Ost und West. Das mag sich wenig anhören, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass wir in den 70ern in der BRD teilweise über 40.000 Mitglieder hatten. Tatsächlich haben wir es gerade wirklich schwer. Aber seit einigen Jahren steigen die Mitgliederzahlen wieder an. In letzten Jahren nimmt die Zahl der Neueintritte vor allem Jüngerer wieder zu. Die Bewegung wächst kontinuierlich. Aber revolutionäre Bewegungen sind in nicht-revolutionären Zeiten immer klein und lächerlich. 

 

Heinz Stehr, Vorsitzender Nina Hager, stellvertretende Vorsitzende Rolf Priemer, stellvertretender Vorsitzende

Aber gerade jetzt ist eine starke, schlagkräftige kommunistische Partei von Nöten, denn seit dem Verschwinden der Systemalternative des Ost-Blocks, kann der Kapitalismus ungestört in der ganzen Welt wüten. Imperialistische Kriege, wie der Jugoslawien-, der Afghanistan- und der Irak-Krieg sind erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in diesem Maße möglich geworden. Aber auch in der BRD geht des den Menschen an den Kragen. Soziale Errungenschaften, die in harten, oft mit Blut bezahlten Auseinandersetzungen von den Arbeitern erkämpft wurden, werden jetzt rückgängig gemacht. Auch dies wäre während des Bestehens der DDR, dem ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden, undenkbar gewesen. Nicht umsonst sagte man in Westdeutschland, dass bei Tarifverhandlungen insgeheim die DDR mit am Verhandlungstisch saß. Jetzt aber brauch man die Werktätigen nicht mehr "hofieren", sondern kann sie nach Strich und Faden ausnehmen. Obwohl eigentlich genug Geld da wäre, z.B. würde eine Vermögenssteuer von 1% ca. 16 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen, wird das Geld bei den Kranken, den Alten und bei uns, den arbeitenden Menschen, gesucht. Die großen Banken und Konzerne zahlen seit Jahren keine Steuern mehr, sondern bekommen vom Staat sogar noch Geld. Das Kapital hat schon längst die Hoheit über die Politik erlangt.

Wegen dieser und vielen anderen Gründen brauchen wir eine starke kommunistische Alternative.

Die Stralsunder Gruppe umfasst ein relativ großes Gebiet. Zur Zeit gehören sie Städte Greifswald, Grimmen, Demmin u.a. zum Einflussgebiet. Aber wie haben z.B. auch Genossen in Ahlbeck..

 Die DKP steht in der Tradition der KPD, die Adenauer zwölf Jahre zuvor verbieten ließ. Das Ende der Sozialismus in Europa war auch für uns ein tiefer Einschnitt, von dem wir uns allmählich wieder berappeln. Ziel der DKP ist letztlich eine sozialistische Welt, in der Ausbeutung und Krieg abgeschafft sind. Wer sich gegen den Abbau demokratischer und sozialer Rechte und für eine friedliche Welt einsetzen will, findet seine Mitstreiter in der DKP.

Die DKP ist eine Partei, die nach demokratischen Grundsätzen aufgebaut ist. Als marxistische Partei ist die DKP eine politische Organisation der Arbeiterklasse und anderer werktätiger Schichten.

Mit ihrer revolutionären Zielsetzung orientiert sich die DKP an den Erkenntnissen des wissenschaftlichen Sozialismus. Sie arbeitet gleichberechtigt und partnerschaftlich mit anderen linken Organisationen und Parteien zusammen, und ist bei Wahrung ihrer völligen Selbständigkeit Teil der internationalen kommunistischen und revolutionären Bewegung.

Unsere primären Ziele in Stralsund wie auch in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt sind in erster Linie das Gewinnen von Mitstreitern für unsere Sache, Aufklärungsarbeit durch diverse Infostände und Veranstaltungen.  Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir dabei die Mitwirkung bzw. Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten.

Die DKP hat in den Kämpfen der Arbeiterbewegung, im Friedenskampf und in anderen Bewegungen Westdeutschlands Beiträge zum Kampf gegen den deutschen und internationalen Imperialismus geleistet. Sie steht in der Tradition der von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegründeten - und seit 1956 bis zum heutigen Tage verbotenen - KPD. Wir führen den Kampf von Generationen von Kommunisten fort, die gegen Imperialismus und Faschismus und für den Aufbau des ersten sozialistischen Staates auf deutschen Boden eintraten.

Ziel der DKP ist letztlich eine sozialistische Welt, in der Ausbeutung und Krieg abgeschafft sind. Wer sich gegen den Abbau demokratischer und sozialer Rechte und für eine friedliche Welt einsetzen will, findet seine Mitstreiter in der DKP.

Die DKP arbeitet eng mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und der Assoziation Marxistischer Studenten (AMS) zusammen. Nahe stehen uns auch die "Marx-Engels-Stiftung" in Wuppertal und die "Ernst-Thälmann-Gedenkstätte" in Hamburg, beide veranstalten wissenschaftliche Tagungen. Die "Karl-Liebknecht-Schule" in Leverkusen bietet Seminare, Diskussionsforen und - mit Internetunterstützung - Fernlehrgänge in Sachen Marxismus an.

Unser Zentralorgan ist "Unsere Zeit (UZ)". Die Zeitung erscheint wöchentlich. Die Auflage beträgt ca. 8.500. Neben gewerkschaftlichen Nachrichten findet man hier Nachrichten aus Deutschland und aller Welt, einen Feuilleton, Interviews und einen Theorie/Geschichts-Teil. Die Zeitung ist auf jeden Fall ein Abo wert, welches zudem gar nicht teuer ist. Die Zeitung erscheint im Neue Impulse Verlag, über den man auch Literatur aller Art beziehen kann.

Außerdem gibt der Verlag auch die Zweimonatszeitschrift "Marxistische Blätter" heraus. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Betriebs- und Stadtteilzeitungen. Wir in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichen die Kleinzeitung "Argumente".

Und bevor jemand meint, Kommunisten seien bierernst: Alle zwei Jahre gibt es das UZ-Pressefest, das größte Volksfest der Linken in Deutschland. 

 

Und zum Schluss noch ein paar gängige Vorurteile gegenüber uns Kommunisten:

Kommunisten sind unbelehrbar
Da ist was dran. Von denen, die Arbeitsplätze abbauen, Löhne drücken und Kriege anzetteln, lassen wir uns einfach nicht belehren. Wohl aber von wissenschaftlichen Erkenntnissen, von der politischen Praxis. Und deswegen wird in der DKP oft diskutiert, dass die Fetzen fliegen.

Kommunisten nehmen der Oma ihr kleines Häuschen weg
Grundfalsch. Machen wir garantiert nicht. Das machen die Sparkassen und Banken. Und deswegen wollen wir denen eins auf die Finger geben, damit die Oma ihr kleines Häuschen behält.

Kommunisten schielen doch auch nur darauf,
über die Politik an einträgliche Pöstchen zu kommen
Ebenfalls daneben. Wir sind rot, nicht grün oder rosa. Und wir heißen auch nicht PDS. Wer Kommunist wird, hat eher die Chance, aus politischen Gründen im Knast zu landen als dicke Gelder nach BAT zu kassieren. Wer gesellschaftliche Karriere machen will, sollte besser die Finger von der DKP lassen.

In der DKP gibt es keine Demokratie.
Der Parteivorstand entscheidet letztlich alles
Auch verkehrt. Die DKP ist demokratisch, unsere Mitgliederversammlungen sind öffentlich, alle Vorstände und Parteitagsdelegierten werden gewählt. (Könnt Ihr nachprüfen!) Bei Kommunisten ist es allerdings nicht üblich, sich aus persönlichem Ehrgeiz in politische Ämter zu drängen. Und wenn wir mit einer Vorstandsentscheidung unzufrieden sind, dann sagen wir das auch.
Und wer den Quatsch aufgebracht hat, Kommunisten seien autoritär und diskussionsunfähig, ist uns schleierhaft. Bei uns wird so lange diskutiert, bis ein gemeinsamer Beschluss gefunden ist. Und jedes Parteimitglied vertritt diesen Beschluss nach außen. Basta!

Kommunisten sind von gestern
Aber klar doch: die kommunistische Bewegung ist jetzt über 150 Jahre alt. Seitdem stehen wir in fast allen Ländern dieser Welt an der vordersten Front: in sozialen Bewegungen, bei Streiks und wenn es nicht anders geht, auch in bewaffneten Aufständen. Seit 150 Jahren überprüfen wir immer wieder unsere Standpunkte und analysieren die gesellschaftliche und politische Entwicklung. Nur weil wir von "gestern" sind, können wir aufgrund unserer geschichtlichen Erfahrung die Probleme von heute erfassen und nach Gegenwehr suchen.


Die DKP lehnt den Parlamentarismus ab.
Die DKP setzt auf den Parlamentarismus
Für diesen Widerspruch können wir nichts. Bürgerliche Politiker und Journalisten werfen uns vor, wir seien gegen den Parlamentarismus. Anarchisten und halbintellektuelle Tresen-Linke hingegen beschuldigen uns, wir seien für den Parlamentarismus. Also was denn jetzt?
Noch einmal: Für uns ist die Arbeit in Parlamenten ein Aspekt des politischen Kampfes - gesellschaftliche Veränderungen lassen sich letztlich nur durch die Aktivität der Bevölkerung durchsetzen. Und deswegen setzen wir auf die außerparlamentarische Bewegung. Und wenn wir meinen, politisch etwas bewegen zu können, schrecken wir auch vor einer Kandidatur zu Wahlen nicht zurück.


Ist ja ganz nett, was die Kommunisten wollen,
aber leider aber nicht realisierbar
"Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche!" sagte Che Guevara. Wenn die kubanischen Revolutionäre sich dieses Vorurteil zu eigen gemacht hätten, würden die Enkel des Diktators Batista immer noch Kuba ausbeuten, Havanna wäre immer noch der Puff der USA, und die Zuckerrohrarbeiter würden immer noch hungern. Vor Rückschlägen kann die Menschheit nie sicher sein - dass Veränderungen aber möglich sind, zeigt die Geschichte der Revolutionen. Und wir lernen aus unseren Fehlern!